Was macht eigentlich...? - ein zweiter Vorstand

 

Persönliche Infos

Enno Häberlein, 5. Dan Ju-Jutsu

  • Mitglied im Lehrteam des Deutschen Ju-Jutsu Verband
  • Mitglied im Lehrteam der Jugend im Deutschen Ju-Jutsu Verband
  • Mitglied im Lehrteam des Ju-Jutsu-Verband Baden
  • Trainer A Lizenz des DOSB
  • Jugend-, Freizeitleiter- und Kursleiterlizenz DOSB/DJJV
  • Fachwirt für Konfliktmanagement und Selbstverteidigung
  • Zweiter Vorsitzender Budokwai Schwäbisch Hall
  • Jugend- und Erwachsenentrainer im Budokwai

 

Seit wann trainierst du im Budokwai?

Seit Oktober 1991

 

Und was trainierst du dort?

Eigentlich „nur“ Ju-Jutsu.

 

Wie bist du zum Budokwai und deinem Sport gekommen?

1991 habe ich mit meiner Lehre zum Elektroinstallateur angefangen und hatte dadurch auch das Geld, diesem Verein beizutreten. Kampfsport hat mich schon immer begeistert, und so ging die Reise los. Ich kam direkt in einen frischen Anfängerkurs zu Wolfgang Coblenz (gest. 2013) – er hat mich für Ju-Jutsu begeistert und ist im Lauf der Jahre auch zu einer Vaterfigur und Freund für mich geworden.

 

Was macht Ju-Jutsu für dich aus und warum trainierst du es?

Im Ju-Jutsu hat man alles. Und man darf alles. Begeisterst du dich für Würfe? Trainiere sie und wende sie an. Schlagen, Treten – tu es. Begeistert dich BJJ? Bilde dich darin fort und verwende es. Du möchtest dich auf Waffentechniken spezialisiern? Darfst du. Die anderen Sachen lernst du auch, aber du kannst deine eigenen Schwerpunkte setzen. Und Ju-Jutsu verbindet alles für die praktische Anwendung. MMA bedeutet Mixed Martial Arts – wir haben im Ju-Jutsu genau das.

Und das schöne ist: Ju-Jutsu ist im Deutschen Olympischen Sportbund organisiert. Hier ist der DJJV der einzige Sportfachverband für Selbstverteidigung, und das bedeutet, auch dank unserer erfolgreichen Nationalmannschaft, eine Menge Fördermittel. Die Fortbildungen und Lehrgänge, die Ju-Jutsu-Sportler besuchen können sind in einer sehr hohen Qualität und für diese Qualität unglaublich günstig.

Im Lauf der Zeit konnte ich verschiedene Trainer- und Ausbilderlizenzen erwerben und reise mittlerweile durch ganz Deutschland für diesen Sport. Und überall sind großartige Menschen. Es macht Spaß, ein Teil dieser großen Familie zu sein, man versteht sich einfach.

 

Was machst du sonst in deiner Freizeit und beruflich?

Beruflich arbeite ich bei der IT der Stadtwerke Schwäbisch Hall. In meiner Freizeit fahre ich sehr viel Fahrrad und sammle alte Bürotechnik, von uralten Rechen- und Schreibmaschinen bis hin zu Computern der Steinzeit (1980er Jahre) und ich lese viel.

 

Welche Aufgaben hast du in deiner ehrenamtlichen Funktion?

Die Aufgaben sind gar nicht so genau definiert. Aber ich habe irgendwo immer meine Finger drin. Momentan sehe ich meinen Schwerpunkt darin, Nachwuchs für die Vereinsarbeit zu schaffen. Die entsprechenden Ausbildungen, z.b. für den Jugendleiter, finden nicht in Schwäbisch Hall statt. So fahren wir 2-3 mal im Jahr nach Hessen oder Thüringen und bilden uns dort weiter. Wir sind ein sehr gutes Trainerteam geworden und die Öffentlichkeitsarbeit läuft gerade auch richtig gut. Darauf bin ich stolz.

 

Was reizt dich an dieser Aufgabe?

Der Budokwai hat mir so viel gegeben, und ich möchte es zurückgeben. Und solange das Feuer noch in mir brennt, will ich es weitergeben. Als Trainer sehe ich die Entwicklungen meiner Schüler, und es tut gut zu sehen, dass die Saat aufgeht. Wenn man sich erinnert, wie sie waren als sie das erste Mal auf der Matte standen und wie sie sich entwickelt haben und hoffentlich noch viel weiter entwickeln – das ist einfach gut.

 

Was macht dieses Ehrenamt deiner Meinung nach aus?

Eigentlich habe ich genau das in den vorigen Fragen beantwortet :)